Birgit Denk berichtet über DENKwürdiges

Dienstag, Juli 15, 2008

DENK in Sibiu Teil 2/3

Meine lieben Daheimgebliebenen!

DENK ist wieder zurück. Zurück aus dem Osten. Hermannstadt/Sibiu. Die Anreise war ohne Schmäh echt ka Bemmal!
Wie bereits im vorigen Blog vorsichtig beschrieben.
Um 3 Uhr Ortszeit sind wir nach einem "URSUS" (no, wos kennt des sei) in die Betten gefallen. Aufgewacht, Frühstück verpasst (oiso ich) und eigentlich nach gefühlten 15 Minuten wieder im Auto gesessen, um zum Veranstaltungsort zu fahren.
Wo? Platz vor Innenstadt, mit riesen Zirkuszelt. Polizei lümmelt davor herum, zur Platz und Equipment Bewachung abgestellt wird uns versichert. Drinnen, im Zelt, finster, stickig und super Hitze! Aufbau mit Klaus, dem EINZIGEN Rumänen der Deutsch spricht. Die Anderen deutschsprachigen SiebenbürgerInnen sind, so wird mir gesagt bereits über 80 und selten bei Konzerten anzutreffen. Klaus "hilft" uns beim Aufbau. Ich sehe ein, dass wir LEI brauchen um uns mit Kaffee zu versorgen und breche auf, gen Fußgängerzone, während die Herren schwitzend, bei 70 Grad aufbauen und so nebenbei auch gleich die ganze PA neu verkabeln müssen. (Thank you Colin)
Es war so heiss, dass sogar erstmals in der DENK Geschichte (soweit sie mir noch geläufig ist) Harry Wiesinger mit nacktem Oberkörper beim Soundcheck in die Tasten klopfte. Zu einem Zeitpunkt, als Tinhof, Mayer, Horstmann bereits seit längerer Zeit ihre gestählten Oberkörper zur Schau trugen. Der oame Ebner war krank, deshalb brav (vorerst) Leiberl angelassen.

Ich in der Innenstadt: Schöne Häuser, die Rumänen mit Kohle in den Schanigärten sitzend, und das Stadtbild prägend.....Banken!
Geld holen, oiso ka Problem, Kaffee holen auch nicht.
Im Zelt zurück hat sich die Zeltaufseherin gerade angeschickt den Boden mit einer Giesskanne zu Wässern. Bravo, ka Saune mehr, sondern jetzt: Dampfbad!

Vorband war auch schon da "Nostalgia" aus Melk. Die erzählen von einer recht entspannten Anreise mit dem Zug, und i bin neidig.

Fertig im Zelt! Es is 16 Uhr Ortszeit und wir marschieren ortskundig begleitet zum Essen in ein schönes Lokal. Dort merken ich, der Rumäne is ein cooler Hund. Er schaut immer ernst, überlegen und überhaupt. "Bam Oida" würde hier auf fruchtbaren Boden fallen. Essen (warten)dauert bis 18:30. Dann noch kurz ins "Heim" duschen.
Am Weg : Kirche. In Griechenland findet man auf jeder Insel ein "Grab des Homer". I glaub in Rumänien ist in fast jeder Kirche das "Grab des Dracula". Oiso schaun da Tinhof, da Horstmann, da Mayer und i ob wir ein Dracula Grab Foto machen können.
(Colin, Harry und Ludwig ahnen den Schwindel und bleiben draussen, wieder 3 Lei daspoat)

Auftritt: 21:00
Rolf der liebe Veranstalter gibt mir einen Zettel mit den wichtigsten rumänischen Floskeln (Danke, Servus, Guten Abend) und mir wird klar... ui, ui, ui, wos soi i nua zwischen den Liedern mochen? Blöd grinsen, tanzen... Was macht denn die Beyonce in dem Fall? Noch mehr Angst macht mir, dass Rolf mich darauf hinweist, dass Gefahren in der deutschen Sprache lauern. Ein freundliches "Prost" des Sängers der Vorband heisst in der Landessprache "Dumm". Net so günstig!
(Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte; "Titi" ist der Slang Ausdruck für "Joint" in diesen Breiten. Da bekommt die Ansage:" Ladies and Gentleman, Thomas Titi Tinhof" eine sehr gefährliche Note. (Wir erinnern uns an die lümmel Polizisten im ersten Absatz)
Egal, los gehts.
"Wer kann Deutsch?" Alle mir bekannten ÖsterreicherInnen zeigen auf. "English?" So 20 Leute heben die Astln. Na Bravo: Birgit Denk mit Ansagen im Birgit Denk Englisch. Nach der 4ten Moderation wirds dann auch ganz witzig!
Und am Ende klatschen sie dann auch echt mit und haben einen Karl. Trotz, Karl alle noch immer sehr cool.
Höhepunkt der Show: Ein schwer, mit was auch immer angeschlagener Rumäne, tanzt vor mir auf der Bühne. Stil, irgendwas zwischen Gogo, Balz und Epi Anfall. Ich werd ihn körperlich los, indem ich ihn auf den solierenden Ludwig ansetzte. (jo böse, I know)
Zu "Na des los net aus" windet sich der rumänische Körperkünstler zur Gaude Aller.

Komplett out als Zugabe natürlich ohne euch liebe Fans ein Sologesang, obwohl einige RumänInnen brav versuchen mit zu johlen.
Schee woas, guad is gaungan, nix is gscheng. Alle DENKs um eine Erfahrung reicher.

Den Abend lassen wir bei Schnaps in Achtel Gläsern ausklingen. (Bringts ma irgendwer a Ochtel, bekommt in Sibiu eine ganz andere Bedeutung ;-)))

Balkonparty im "Heim", mit neu gewonnenen DENK Fans, nämlich den jungen Buam von Nostalgia, die uns ganz toll lieb haben und sich unter den wohlwollenden Augen des Aftershow Kaisers TT Tinhof noch zu nächtliche Eskapaden hinreissen lassen. (Der Titi nimmt die Nachwuchsförderung halt wirklich ernst)

Heimreise Sonntag, Abfahrt 10:30 Ortszeit. Harry weckt und fährt.
Nach 10 Stunden sind wir auch schon wieder daham.
Hinter uns liegen Hitze, Gewitter in Ungarn, schwierige Schlafverhältnisse(siehe Foto Startseite) und unzählige Liter Wasser.

Schod, dass net dabei woats. ;-)
Wir segn uns no den Summa!
Tirgit Penk (liebe Grüße an den Nostalgia Frontmann)

4 Kommentare:

Chris Tresper hat gesagt…

na endlich muss i den review amal net schreiben ;-) danke birgit !

Chris :-)))

Anonym hat gesagt…

Was wohl bei Teil 3 folgt... :-)

Thomas hat gesagt…

Das ist wirklich ein sehr ausführlicher Bericht.

Das Konzert muss aber super gewesen sein, halt einmal was ganz was anderes.

Liebe Grüße
Thomas

Anonym hat gesagt…

Hallo.
Ich mochte mit Ihrer Website bdenk.blogspot.com Links tauschen