Ein Bericht aus zweiter, gar dritter, eigentlich ein Bericht aus vielen Händen von der zehnten Verleihung des Amadeus Awards, der größten Musikpreisverleihung in Österreich. Schauplatz Museumsquartier Halle E, 10. September 2009 Aftershowparty.
Ja, der diesjährige AMADEUS war schon. Richtig, diesmal nicht im Mai, sondern gerade eben, im September. Ich erwähne dies, extra sogar hier, in einem Musikmagazin, da ich am Tag der Preisverleihung, nachmittäglich Musiker traf, die das nicht wussten. Es dauert eben, bis sich neue Termine, neue Abläufe, neue Formate durchsetzen, vor allem, wenn die mediale Berichterstattung darüber eher mager ist. Jede/r Musikbranche Eingeweihte wusste natürlich über den „AMADEUS Neu“ bescheid, aber viele MusikerInnen, MusikkonsumentInnen, haben nix mitbekommen von der neugestalteten Trophäe, dem neuen Abstimmungsmodus, dem neuen Gesicht des österreichischen Musikpreises.
Die Fernsehübertragung auf PULS 4 wurde ebenfalls erst in den Wochen davor fixiert, und so gab es in den TV Sendern des Landes kaum Vorberichterstattungen.
Aber er fand statt. Ich war eingeladen um auch für OKTO TV einen Bericht zu drehen, und da ich die vergangenen neun AMADEUS Verleihungen ebenfalls anwesend war, freute ich mich auf einen Abend der österreichischen Musikszene.
Doch es wollte anders kommen. Ich musste am Tag der Verleihung drehen. Für „Der wilde Gärtner“, mit Roland Düringer, Karl Künstler, Max Meyer und Topoke im entfernten Böheimkirchen im Blumenbeet stehen. Auch sehr schön, da musikalisch an diesem Drehtag die lieben Herren von „Krautschädl“ in unserem Garten mit von der Partie waren, um den Krautsalat zu rocken! Für mich deshalb aber nix mit AMADEUS Berichten dachte ich mir. Um 22:00 Uhr wurde Drehschluss gegeben. Ich ab ins Auto Richtung Wien und dem Vorsatz, mir bei der Aftershow Party von lieben MusikerfreundInnen die Preisverleihung erzählen zu lassen, folgt hiermit die Wiedergabe meiner Blitzlichtumfrage: „Wie woas, und wer hot gwunnan?“
Natürlich reichlich betrunkene Menschen bei meinem Eintreffen um 23:10. Ich wäre sicher eine von Ihnen, wäre ich seit 19:00 vor Ort gewesen. Erster Kontakt, ein Sänger einer Amadeus erprobten Band. Er schildert mir, wie gut er sich unterhalten hat in den letzten Stunden. Die Preisverleihung war gelungen, kurzweilig, der Rahmen der Halle E stimmungsvoll. Er erzählte mir, dass Vera was gewonnen hat, und Kreisky und nach meinem Nachfragen erinnert er sich auch an einen Preis für Texta. Sonst weiss er die Sieger nicht mehr so genau, er wäre oft draussen gewesen, denn in der Vorhalle wären die Getränkeausgaben die ganze Zeit offen gewesen.
Gut war, so sagt er, dass man nicht sitzen musste und die Nominierten gut erkennbar in einem extra Bereich gesessen wären. Nach dem Rahmenprogramm gefragt bekomme ich die Info, es habe Stürmer begonnen und dann gab es eine fixe Band, die zwischen den Verleihungen (komisch dass das Verleihung heisst.... man muss ja den Preis nicht wieder zurückgeben! Fällt mir nur gerade auf. „Schenkungen“ fänd ich passender....) gespielt hätte. Mit einem Posaune Spieler und einem Kontrabass. Aha! Super Idee find ich das in dem Moment. Gewagt, aber cool.
Die nächsten 20 Minuten versuche ich mich zu orientieren. Wo sind die Klos, die Garderobe, wo mein Bier. Ich treffe viele bekannte Gesichter und schüttle Hände, gebe Küsschen und versuche aber die Gespräche eher „flach“ zu halten. Zuerst mal ankommen und dann Auskunftspersonen finden, denen ich Berichte technisch vertraue. Bei der Garderobe treffe ich auf bereits sehr feiernde Texta. Einer trinkt Spritzer aus der soeben gewonnenen neuen Lautsprecher geformten Trophäe. (Aus dem alten Preis konnte man nicht trinken) Ich gratuliere den angeschlagenen Hip Hopern, bemitleide den am Knie verletzten Flip und knie mich gratulierend vor den Klos, nein bei den Klos, vor dem Franz von Kreisky nieder. Deren Schlipse sitzten noch sehr adrett und ich erfahre, dass sie live gespielt haben, so wie Bunny Lake. Aha! Haben doch mehrere Künstler gespielt! Neue Info. Gut.
Meine Reise führt mich wieder ins Entree. Dort Plattenfirmen Angestellte. Wieder neue Puzzleteile werden mir zur Vervollständigung des Abends geliefert. Herbstrock hat das Album des Jahres gewonnen. Die Seer auch irgendwas, der georgy von Russkaja hat zusammen mit anderen Musikern „Keine Angst“ gespielt. Und es gab Hendlhaxen, die jetzt schon aus sind. OK.
Vera steht vor mir. Ich gratuliere und erfahre, dass sie gewonnen hat, (des hot oiso gestimmt) und sie ein live Lied präsentiert hat, was ihr großen Spaß gemacht hat. Ich würd von ihr noch gerne mehr Insider Dings hören, aber plötzlich dreht sie sich weg. Von rechts erscheint Punkband Freund, den sie so meint selbiger nicht leiden kann. Ah ha, wusste ich auch nicht. Wilder Frontsänger meint, die Veranstaltung wäre fad und unnötig, peinlich und komisch gewesen, gerade deshalb glaub ich hat er so einen Spass!
Ich möchte den Ort des Geschehens sehen und bewege mich in die Halle selbst. Dort tanzendes Menschen. Eberhard Forcher legt, wie die letzte neuen „AMADEUSSE“, Mehrzahl, Platten auf. (meint zumindest meine Erinnerung) Ich treffen Fotografen, Plattenfirmen Chefs, aufgemotzte baldige Top Stars der österreichischen Musikszene und die Managerin der Strottern, die mir erzählt, das die auch gewonnen haben. Na bitte, jetzt hab ich bald alles zusammen! Wir überlegen zusammen, ob ich nicht mit den Strottern beim Michael Jackson Konzerte mit dem Lied „Thriller“ auftreten sollte. Ich bitte sich das den Veranstaltern anzubieten. Ich bin dabei. Damit hab ich auch was geschäftliches beim AMADEUS erledigt und bin sofort sehr zufrieden. Ein längeres Gespräch über die Sinnhaftigkeit solcher Events führe ich mit dem Techniker von Bunny Lake, der das Gschäft auch schon seit Jahren kennt, dazwischen Handeschüttel, nette und böse Menschen laufen her und vorbei...
Mittlerweile ist es 3:00 und mich zieht es magnitisch nach Hause. Beim Jacke holen treffe ich noch mal auf zwei der Kreiskys. Bass und Gitarre der beiden sind verlustig, was sie, so denke ich noch amüsiert. Roman Gregory berichtet mir vor der Tür, dass Alkbottle nicht gewonnen habe, das wurde ihm aber auch erzählt, da er erst ab 23:30 eingetroffen ist.
Nach Zusammenfügung meiner Puzzleteilchen kann ich nur sagen, jeder bekam von der Teilnahme des AMADEUS 2009 das, was er davon haben wollte, also eine gelungenen Veranstaltung für alle Anwesenden.
Keep on musiziering! Birgit Denk
Birgit Denk berichtet über DENKwürdiges
Freitag, Oktober 02, 2009
Montag, September 28, 2009
Da bin ich wieder
Schau schau!!!
nach einem Jahr und paar Tagen wollt ich euch wieder mal was schreiben....
Passwort futsch!
Wird man ja noch vergessen können, wenn man wie ich tausende Passwörter im Kopf haben muss ;-)
Nach erfolglosem Hin und Her.....
Tresper sei Dank hab i a neues Passwort und werd morgen was Gscheites Schreiben.
Na die Info hobts jetzt braucht!
Schönen Abend
Birgit
nach einem Jahr und paar Tagen wollt ich euch wieder mal was schreiben....
Passwort futsch!
Wird man ja noch vergessen können, wenn man wie ich tausende Passwörter im Kopf haben muss ;-)
Nach erfolglosem Hin und Her.....
Tresper sei Dank hab i a neues Passwort und werd morgen was Gscheites Schreiben.
Na die Info hobts jetzt braucht!
Schönen Abend
Birgit
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